Rainer Lukaschek
Facharzt für Allgemeinmedizin
Am Eickholtshof 14 . 46236 Bottrop . 02041 5673760

Stress

Stress (negative Emotionen, täglicher Druck, Ärger usw.) hat erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Lebenserwartung wird signifikant verkürzt. Herzerkrankungen sind die Folge und selbst beim Krebs ist Stress als Mitursache mittlerweile anerkannt (Forschungsergebnisse der Psychoonkologie und Psychoimmunologie). Man unterscheidet 2 Reaktionsformen auf Stress. Die normale Reaktionsform, die mit einem Anstieg der im Blut messbaren Hormone Cortisol und Adrenalin einhergeht. Und zweitens die pathologische Stressantwort, bei der die Anpassungsmechanismen des Körpers versagen. Dies führt zu Krankheitssymptomen wie Gewichtsabmagerung, Schwindel-Erscheinungen, unklarer Übelkeit, Müdigkeit (Fatigue), Kopfschmerzen, unklarem mäßigen Fieber. Auch das Burn-out-Syndrom ist wahrscheinlich als chronisches Stress-Syndrom aufzufassen. Das chronische Müdigkeitssyndrom gehört ebenfalls in dies Kategorie. Auch hier lässt sich laborchemisch ein verändertes Hormonmuster nachweisen. Neben dem Cortisol und Adrenalin / Noradrenalin haben noch die sog. Neurotransmitter (Überträgersubstanzen im Gehirn) eine erhebliche Bedeutung für die Diagnostik und später auch für die Therapie. Hierzu zählt z. B. das Serotonin – das sogenannte Glückshormon. Folgende Tabelle erläutert einige Laborkonstellationen:

Depressionen

Serotonin↑

Migräne

Serotonin↓, Adrenalin↑

Schlafstörungen

Serotonin↓, Adrenalin ↑, Cortisol↑

Burn-Out

Serotonin↑, Adrenalin↑, Cortisol↓

Die Behandlung der Stress-Syndrom umfasst nach der Diagnostik neben der medikamentösen Behandlung vor allem psychotherapeutische Maßnahmen. Die persönliche Einstellung muss geändert werden, und es sollten Verhaltensmuster erlernt werden, wie dem Stress zu begegnen ist.
(s.a. Deutsches Zentrum für Mentness in Essen)


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