Rainer Lukaschek
Facharzt für Allgemeinmedizin
Am Eickholtshof 14 . 46236 Bottrop . 02041 5673760

Gezielte Brustkrebsvorsorge
durch einen Labortest

Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor der Frau in Europa. Allein in Deutschland sind jährlich 46.000 Patientinnen ab dem 35. Lebensjahr betroffen. Im Gegensatz dazu ist das Risiko für asiatische Frauen an Brustkrebs zu erkranken etwa 5fach geringer. Ursache dafür sind in erster Linie die unter-schiedlichen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten.

Wie entsteht Brustkrebs?
Nur 5 % der Krankheitsfälle sind familiär bedingt durch Mutationen im BCRA1 oder BCRA2 Gen. Häufiger kommen Ursachen wie langfristige Einnahme synthetischer weiblicher Sexualhormone (Estrogene = Östrogene), lange Lebenszeitzyklen (frühe Adrenarche, späte Menopause), estrogenwirksame Umweltgifte, fettreiche, vitamin- und ballaststoffarme Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum und oxidativer Stress vor.
Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen spielen Produkte des Estrogenstoffwechsels bei der Entstehung des Brustkrebses eine entscheidende Rolle. Vor allem die 16-OH-Estrogene stellen einen Risikofaktor dar. Die 2-OH-Estrogene fungieren als Gegenspieler der 16-OH-Estrogene. Durch Ermittlung des Verhältnisses zwischen den „guten" 2-OH- und den „schlechten" 16-OH-Estrogenen lässt sich die Veranlagung einer Frau, an Brustkrebs zu erkranken, feststellen. Je höher der Anteil der 16-OH-Estrogene ist, desto höher ist das Brustkrebsrisiko.
Das Verhältnis der beiden Estrogentypen aber lässt sich durch Änderung des Lebensstils, durch diätetische Maßnahmen und vor allem durch Umstellung eines oralen Estrogen Replacements (Tabletten) auf eine transdermale Applikation (Pflaster) günstig beeinflussen.

Wie lässt sich das Brustkrebsrisiko
rechtzeitig erkennen?

Neben den Früherkennungsmaßnahmen wie Tastbefund der Brust, gynäkologische Untersuchung, Mammografie steht jetzt ein Labortest zur Verfügung, mit dem man das Verhältnis von 16-OH- zu 2-OH-Estrogenen ermitteln kann. Als Untersuchungs-material wird Morgen-Urin benötigt. Normale Estrogenmetabolitindices liegen zwischen 0.5 und 10 bei prä- und postmenopausalen Frauen. Erhöhte Werte zeigen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko an.

Was kann man tun?
Ein erhöhtes Risiko kann durch eine fettarme und ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse (bis zu 5x täglich) reduziert werden. Wirksam sind vor allem Kohlgemüse und Sojaprodukte. Der Alkoholkonsum sollte eingeschränkt und das Körpergewicht normalisiert werden. Ausreichende Bewegung ist sehr wichtig. Erhöhter oxidativer Stress sollte behandelt werden.

Osteoporose

Reisemedizin

Brustkrebs

Stress

























 nach oben